Fahr

Am Fuße eines fruchtbaren weiten Gleithanges liegt der in vorgeschichtliche Zeit zurückreichende, im Mittelalter hauptsächlich dem Stift Haug zu Würzburg bis 1803 gehörige Fährort Fahr, der 1978 der Stadt Volkach eingemeindet wurde und 575 Einwohner zählt. Kath.Pfarrkirche St. Johannes d.T.

Das Langhaus wurde unter Beibehaltung des dreigeschossigen spätgotischen Turmes mit dem Chor im Untergeschoss an Stelle einer 1611 von Gaden umgebenen Wehrkirche 1713/1714-1726 errichtet und im kraftvollen Barock ausgestattet. Zwischen den beiden zweisäuligen Nebenaltären erhebt sich der wuchtige viersäulige Aufbau des Hochaltars mit Rundgiebel, Altarbild "Taufe Christi" vom Würzburger Hofmaler Lünenschloß und den Statuen St. Petrus und Paulus. Das mit reichem Akanthuswerk geschmückte Orgelgehäuse und die Kreuzigungsgruppe gegenüber der prunkvollen Kanzel entstammen der Zeit um 1720. Nur die Sakramentsnische, der hl.Sebastian und die Pietà (um 1500) an der nördlichen Langhauswand sind Zeugen der alten Kirche.

Kapellen

Der Weg geht zur 1706 erbauten Friedhofskapelle mit der beachtenswerten Kreuzigungsgruppe aus dem 15. Jh. - und weiter zur Feldkapelle, einem Rundbau von 1727, wohin am Wendelinustag der Flurumritt führt.

Weitere Denkmäler

Die örtliche Verehrung des hl. Sebastian drückt sich aus als Holzfigur in der Pfarrkirche (um 1500), im Altarblatt der Friedhofskapelle (um 1720), als Bekrönung eines Tabernakelbildstockes (1732) und als mannsgroße Steinfigur neben der Kirche (1773). - Bemerkenswert ist das Portal eines barocken Winzerhauses (Blütenstrasse 13) mit Supraporte und Statue St. Maria über dem Scheitel. In den Straßen und Gassen Fahrs befinden sich zahlreiche historische Bürger - und Winzerhäuser des 16.-19. Jh.

Ortsplan