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Volkach

(ca. 9600Einwohner)

Zahlen und Fakten

Die Altstadt

 

Volkach lockt mit seinem historischen Altstadtkern Menschen aus nah und fern. Wer Volkach erkundet, trifft auf fränkische Gastronomie, Einzelhandel in seiner klassischen Form und natürlich auf eine Vielfalt von Vinotheken und Weinbars. Einige Gehminuten entfernt liegt in den Weinbergen, die Wallfahrtskirche Maria im Weingarten. Blickfang im Innenraum ist die berühmte „Madonna im Rosenkranz“. Tilmann Riemenschneider hat die Madonna geschnitzt.

 

Daten & Fakten zum Weinbau

 

Weinbaufläche: 160 ha

Winzer: 14 selbstvermarktende Winzer / 1 Winzergenossenschaft

 

Ausflugsmöglichkeiten und Aktivitäten

Entdecken Sie die vielfältigen Ausflugsmöglichkeiten der Volkacher Mainschleife. Ob Radfahren, Schiffstour, eine Wanderung oder eine Tour mit dem Kajak oder Segway - wir haben viel mit Ihnen vor! Alle wichtigen Informationen finden Sie hier:

 

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Sport & Freizeit

Mobil & Aktiv

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Neuanfang mit Weitblick

Ein Gastronom entdeckt die Vogelsburg

Interview mit Uwe Rossburger von der R+F Hotel- und Restaurantbetriebsgesellschaft GmbH über die Wiederbelebung der Vogelsburg

Text: Timo Lechner, Fotos: studio zudem

Restaurant auf der Vogelsburg

Wie kam es dazu, dass sich ein Nürnberger Gastronom an der Mainschleife engagiert? Wie war die Vorgeschichte?

Uwe Rossburger:

Ende letzten Jahres las ich in den Online-Nachrichten, dass ein weiteres Ausflugslokal schließen würde. Das Titelbild zeigte die Vogelsburg mit der Kirche, und ich dachte mir: „Das schaue ich mir mal an.“ Nach ein paar Sätzen dachte ich: „Wie kann so etwas schon wieder schließen?“ Ich legte den Artikel aber beiseite, weil es zunächst keine Relevanz für mich hatte.

Einige Wochen später sah ich das gleiche Bild wieder in den Nachrichten. Ich saß auf der Couch, öffnete den Artikel und las, dass noch immer kein Pächter gefunden war. Aus Spaß schickte ich meinem Kollegen, Roman Müller, einen Screenshot und schrieb: „Na, wenn sie keinen finden, machen wir’s.“ Herr Müller setzte sich noch am selben Abend ins Auto, fuhr zur Vogelsburg, lief dreimal ums Gelände und schrieb mir: „Ruf da morgen an.“ Genau das tat ich. Wir bekundeten unser Interesse und sollten eine Kurzvorstellung einreichen. Ich bat um ein paar Tage mehr Zeit, um ein vollständiges Konzept einzureichen. Innerhalb weniger Wochen waren die Gespräche und Verhandlungen abgeschlossen.

 

Hatten Sie beim ersten Kontakt mit der Vogelsburg das Gefühl einer „Liebe auf den ersten Blick“?

Uwe Rossburger:

Ja, das war ein bisschen wie bei einem Touristen, der das erste Mal dort ist. Als wir die ersten Male vor Ort waren, war es Winter, alles grau und kahl – trotzdem konnte man sich vorstellen, wie schön es im Frühling und Sommer sein würde. Ich versuche jeden Tag, zumindest einmal kurz auf die Aussichtsplattform zu gehen. Dieser Ausblick ist unbezahlbar – wirklich ein Geschenk. Ich habe die Vogelsburg zunächst aus der Ferne betrachtet, später vor Ort, und versucht, mir vorzustellen, wie man sie betreiben könnte.

 

Viele Menschen aus der Region fühlen sich mit der Vogelsburg und der Gastronomie dort verbunden. Wie flexibel wollen Sie auf Wünsche eingehen?

Uwe Rossburger:

Unser Konzept ist ein stabiles Fundament. Aber ich bin offen für Feedback, besonders aus der Region. Die Vogelsburg liegt direkt vor der Haustür der Einheimischen und ist auch Teil ihres Lebens. Die Vogelsburg soll auch ein Ort sein, wo sich die heimische Bevölkerung wohlfühlt. Wir wollen gemeinsam mit den Menschen vor Ort gestalten.

 

Sind Sie beide vor Ort präsent oder trifft man vor allem Herrn Müller an?

Uwe Rossburger:

Herr Müller ist fast immer vor Ort. Ich bin an Wochenenden, Feiertagen und bei besonderen Terminen da. Den administrativen Bereich übernehme ich von außerhalb: E-Mails, Veranstaltungsanfragen, Hochzeiten, Tagungen – das fällt in meinen Aufgabenbereich. Im Tagesgeschäft vor Ort wird man also eher Herrn Müller antreffen.

 

Die Vogelsburg ist ein beliebter Ort mit großem emotionalem Wert. Wo setzen Sie Ihre gastronomischen Schwerpunkte?

Uwe Rossburger:

In diesem Jahr betreiben wir ausschließlich den Weingarten, da mehrere Baustellen existieren, die im Herbst auch sichtbar werden – dann wird der Innenhof geöffnet und der Betrieb schließt bis zum 31. März nächsten Jahres. Aufgrund der eingeschränkten Infrastruktur ist die Speisekarte aktuell reduziert. Der Weingarten ist auf Sommergäste ausgerichtet – mit klassischer Biergartenverpflegung und einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Beim Restaurant ist geplant, es ab August oder September umzugestalten. Fine Dining war ursprünglich ein Teil des kommenden Konzepts. Jedoch erhalten wir auch viel Rückmeldung von der Bevölkerung; wir werden alles sammeln und dann nochmal alles neu bewerten. Geplant war es. Die Entscheidung dazu fällt sicher 2025 ob wir Fine Dining auch wieder anbieten werden.

 

Wie läuft die Zusammenarbeit mit dem Verpächter, dem Juliusspital?

Uwe Rossburger:

Sehr fair und unkompliziert. Bauliche Sanierungen, etwa nach Wasserschäden, übernimmt das Juliusspital als Eigentümer. Investitionen in Betriebsausstattung liegen bei uns. Eine Anlage dieser Größe funktioniert nicht ohne Investitionen – aber die sind langfristig geplant und notwendig.

 

Wird die Kirche auf der Vogelsburg auch Teil Ihres Konzepts?

Uwe Rossburger:

Die Kirche wird nach wie vor von den Augustiner-Schwestern betreut. Sie ist täglich geöffnet und wird für Hochzeiten und Konzerte genutzt – auch unabhängig von uns. Für Weihnachten 2026 planen wir zwei Gospelkonzerte. Natürlich muss man mit einem Gotteshaus respektvoll umgehen. Wir schauen, was möglich ist, aber grundsätzlich bleibt sie offen für Besucher.

 

Kann man bei Ihnen auch Hochzeiten feiern?

Uwe Rossburger:

Ja, die komplette Bewirtung bei Hochzeiten liegt bei uns. Man kann sowohl kirchlich als auch in freier Trauung auf der Vogelsburg heiraten. Die Nachfrage ist hoch, die Termine reichen teils zwei Jahre im Voraus. Aber grundsätzlich sind wir Ansprechpartner für Feier und Gastronomie.