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Volkach

(ca. 9600Einwohner)

Zahlen und Fakten

Die Altstadt

 

Volkach lockt mit seinem historischen Altstadtkern Menschen aus nah und fern. Wer Volkach erkundet, trifft auf fränkische Gastronomie, Einzelhandel in seiner klassischen Form und natürlich auf eine Vielfalt von Vinotheken und Weinbars. Einige Gehminuten entfernt liegt in den Weinbergen, die Wallfahrtskirche Maria im Weingarten. Blickfang im Innenraum ist die berühmte „Madonna im Rosenkranz“. Tilmann Riemenschneider hat die Madonna geschnitzt.

 

Daten & Fakten zum Weinbau

 

Weinbaufläche: 160 ha

Winzer: 14 selbstvermarktende Winzer / 1 Winzergenossenschaft

 

Ausflugsmöglichkeiten und Aktivitäten

Entdecken Sie die vielfältigen Ausflugsmöglichkeiten der Volkacher Mainschleife. Ob Radfahren, Schiffstour, eine Wanderung oder eine Tour mit dem Kajak oder Segway - wir haben viel mit Ihnen vor! Alle wichtigen Informationen finden Sie hier:

 

Museen

Sport & Freizeit

Mobil & Aktiv

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Wer nicht spurt, kommt in die Höll´

Auf dem Wohnmobilstellplatz in Obereisenheim gelten Regeln wie auf einem Fußballfeld. Wer sich grob nicht an die Vorschriften hält, bekommt die rote Karte gezeigt. Es gibt allerdings einen kleinen und entscheidenden Unterschied zu einem Spiel auf dem grünen Rasen. Der Schiedsrichter ist kein „normaler“ Zeitgenosse. Über das meist gemütliche, manchmal aber auch quirlige Geschehen auf dem Freizeitgelände am Obereisenheimer Mainufer wacht der Obereisenheimer Teufel höchstpersönlich. „Wer nicht spurt, kommt in die Höll´“ lautet deshalb die Grundregel. Chef im Ordnungsring ist Heribert Prust. Der 57-Jährige repräsentiert die heimischen Höll-Weine seit 21 Jahren als freundliche Symbolfigur der Weinlage Obereisenheimer Höll. Die Aufsicht am Wohnmobilstellplatz übernahm er 2016 von seinem Vorgänger Ludwig Schmidt.


Fotos: atelier zudem, Text: Peter Pfannes

Wer Stellplatzwart Heribert Prust kennenlernt, wird schnell feststellen: Diabolische Charakterzüge weist er so gut wie keine auf. Seine Hilfsbereitschaft den Campergästen gegenüber erinnert eher an einen himmlischen Botschafter. Das sympathische Lächeln in seinem Gesicht lässt auch einen Teufel in höllischem Gewand keineswegs furchterregend erscheinen. Schnell haben die Besucher auf dem Wohnmobilstellplatz Heribert Prust in ihr Herz geschlossen, auch wenn er anfangs des Öfteren nach seinem Vorgänger befragt wurde. Wegen seiner Offenheit und Herzlichkeit fallen die Antworten stets humorvoll aus: „Ich bin der neue Ludwig, heiße aber Heribert.“


Fragt man den Teufel nach seinen täglichen Aufgaben auf dem Wohnmobilstellplatz, so erhält man von ihm präzise Angaben. „Ich kontrolliere die Parktickets, halte das Gelände sauber und entsorge den Müll.“ Die Übernachtungsgebühr ist mit fünf Euro pro Nacht, wovon drei Euro in den beteiligten Weingütern wieder eingelöst werden können, ein echtes Schnäppchen. Trotzdem kommt es vor, dass an der Windschutzscheibe gelegentlich das Ticket fehlt.

„Dann ziehe ich die rote Karte als Zahlungserinnerung“, erzählt Heribert. Er lacht dabei und meint das dennoch ernst. „Wer kreuz und quer parkt oder falsch steht, bekommt auch eine rote Karte.“ Mit viel Humor pfeift der Stellplatz-Schiri uneinsichtige Zeitgenossen zurück. Im Gegenzug erhalten die Wohnmobilisten von dem gelernten Schlosser fachmännische Hilfe bei der Reparatur oder bei Stromausfall. Wer glaubt, den Teufel bei den Parkscheinen austricksen zu können, geht meistens leer aus. Weil er in einem Industriebetrieb im Dreischichtendienst arbeitet, sind seine Kontrollgänge zeitlich nicht einzuordnen. Mal erscheint er schon vor dem Frühstück auf dem Stellplatz, ein anderes Mal kontrolliert er erst am Abend – und das siebenmal in der Woche. Oft ist er als Hausmeister in der benachbarten Winzerhalle tätig und deshalb immer wieder vor Ort.


Heribert Prust, der in seiner Freizeit an alten Traktoren herumschraubt und Obstbäume veredelt, ist auch Gästeführer im Ort und kennt sich in seiner Heimat gerade als Symbolfigur bestens aus. Fragen der Campinggäste nach Freizeitgestaltungs- und Einkaufsmöglichkeiten, Öffnungszeiten und Heckenwirtschaften beantwortet er gerne.


Schon in den Wintermonaten freut er sich auf die bevorstehende Freiluftsaison. „Ich habe schon viele faszinierende Menschen aus ganz Europa kennengelernt“, plaudert er aus dem Nähkästchen. Verständigungsprobleme mit ausländischen Gästen kennt er nicht. „Ich habe mich mit Schweden schon mit Händen und Füßen unterhalten. Das hat gut geklappt“, schildert er. Und weil der „Platzwart aus Leidenschaft“ immer einen Scherz auf den Lippen hat, erntet er regelmäßig ein positives Feedback und manchmal sogar eine Einladung. Es kann also passieren, dass in einer Geburtstagsrunde am Mainufer ein Teufel mitten unter den Campingfreunden sitzt. Einer wie „du und ich“. Man erkennt den Obereisenheimer Teufel lediglich an seiner knallroten Kluft, an den schwarzen Hörnern, seinem schwarzen, langen Schwanz und daran, dass er selbst gerne feiert.

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