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Volkach

(ca. 9600Einwohner)

Zahlen und Fakten

Die Altstadt

 

Volkach lockt mit seinem historischen Altstadtkern Menschen aus nah und fern. Wer Volkach erkundet, trifft auf fränkische Gastronomie, Einzelhandel in seiner klassischen Form und natürlich auf eine Vielfalt von Vinotheken und Weinbars. Einige Gehminuten entfernt liegt in den Weinbergen, die Wallfahrtskirche Maria im Weingarten. Blickfang im Innenraum ist die berühmte „Madonna im Rosenkranz“. Tilmann Riemenschneider hat die Madonna geschnitzt.

 

Daten & Fakten zum Weinbau

 

Weinbaufläche: 160 ha

Winzer: 14 selbstvermarktende Winzer / 1 Winzergenossenschaft

 

Ausflugsmöglichkeiten und Aktivitäten

Entdecken Sie die vielfältigen Ausflugsmöglichkeiten der Volkacher Mainschleife. Ob Radfahren, Schiffstour, eine Wanderung oder eine Tour mit dem Kajak oder Segway - wir haben viel mit Ihnen vor! Alle wichtigen Informationen finden Sie hier:

 

Museen

Sport & Freizeit

Mobil & Aktiv

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Tourismus im Einklang mit Weinbau und Natur

Der Weinbergsknigge zeigt, was im Weinberg erlaubt und was verboten ist. Ein Gespräch mit der Winzerin Martha Gehring.

Fotos: studio zudem Text: Katja Eden

 

Ein Spaziergang oder eine Radtour durch die Weinberge mit Picknick – das ist in jeder Jahreszeit ein echtes Erlebnis. Den Blick schweifen, die Seele baumeln lassen, die Natur erfahren und zur Ruhe kommen. Die Weinberge der Volkacher Mainschleife machen all dies möglich. Aussichtstürme oder die magischen Orte des Frankenweins, die terroir f’s, sind ideale Punkte, um sich – im wahrsten Wortsinn – einen Überblick zu verschaffen. Weitläufig sind die Weinberge, in denen man sich problemlos stundenlang und kilometerweit bewegen kann. Doch einiges gibt es dabei zu beachten, zum Schutz der Natur und des Menschen. Wir sprachen mit Martha Gehring, Winzerin, Weindozentin, Brennerin und Gästeführerin aus dem Volkacher Ortsteil Fahr.

Was darf man unter gar keinen Umständen im Weinberg tun?

Martha Gehring: Da gibt es mehrere Dinge, die man unbedingt beachten soll. Dazu gehört, dass man die Rebzeilen nicht abläuft, d. h. bitte nicht die Wege verlassen und kreuz und quer im Weinberg herumlaufen. Auch sollte man keine Trauben abreißen und wenn sie (noch) nicht schmecken, in die Rebzeilen werfen. Denn im Sommer zieht das die Essigfliege an, die dann auch die am Stock hängenden Trauben befällt. Wichtig ist außerdem, dass man beim Spaziergang, der Wanderung, der Radtour stets achtsam unterwegs ist. Denn der Winzer sieht und hört Wanderer und Radfahrer nicht, wenn er mit dem Traktor aus einer Rebzeile auf den Weg herausfährt. Er ist vollkommen auf sein Arbeitsgerät konzentriert und kann nicht mal eben „schnell“ stoppen.

Die Versuchung ist groß, im Weinberg zu naschen. Ist es strafbar, eine Handvoll Trauben zum Probieren zu pflücken?

Martha Gehring: Der Mundraub-Paragraph wurde Mitte der 1970er- Jahre abgeschafft. Im Prinzip ist es Diebstahl, wenn man Trauben abreißt und isst. Meist wird es aber wegen Nichtigkeit nicht zur Anzeige gebracht. Eine reife Traube wiegt ca. 200 Gramm. Für einen Liter Wein benötigt man etwa sechs Trauben. Eine Wandergruppe von 20 Personen hat so schnell mal drei Liter Wein „gestohlen“. Aber wenn man den Winzer höflich fragt, wird kaum jemand das „Versucherle“ abschlagen.

 

Professioneller Traubendiebstahl ist seit Jahrhunderten überall, wo es Weinberge gibt, ein Problem. Wie sieht es an der Volkacher Mainschleife aus? Ist Ihr Weinberg schon einmal geplündert worden? Was kann man dagegen tun?

Martha Gehring: Wir sind bisher von einer professionellen Plünderung verschont geblieben. Die Gründe für eine solche Tat sind meistens persönliche Zwistigkeiten. Erst im vergangenen Jahr wurde an der Mainschleife ein Weinberg unrechtmäßig „geerntet“. Im Prinzip kann man nichts dagegen tun, denn niemand kann ja seine ganzen Weinberge bewachen.

Was ist erlaubt, wenn man entspannt im Weinberg unterwegs ist?

Martha Gehring: Natürlich ist es erlaubt, mit dem Winzer ein Pläuschchen zu halten und sich die Arbeit erklären zu lassen, die er gerade ausführt. Und natürlich kann man näher an die Rebstöcke herantreten und mit den „Augen studieren“. Auch kann man sich für ein Picknick niederlassen, aber bitte immer daran denken, seinen Müll wieder mitzunehmen, und bitte nicht in die Rebzeilen setzen. Überall gibt es in den Weinbergen Rastplätze, Bänke, Weinbergshäuschen, vor denen man gemütlich sitzen, Brotzeit machen und die oft atemberaubenden Ausblicke mit einem Glas herrlichem Frankenwein genießen kann. Manche Weingüter bieten auch spezielle Picknickkörbe an, oder man kann sich das Picknick liefern lassen oder eine Weinbergsführung mitmachen. Man kostet sozusagen direkt vor Ort verschiedene Weine und erfährt dabei viel Wissenswertes, Neues und Interessantes rund ums große Thema Wein.

 

Im Wengert gibt es das ganze Jahr über etwas zu tun, denn der Winzer arbeitet mit der Natur und daher auch in ihrem Rhythmus. Gibt es denn auch mal eine Ruhephase?

Martha Gehring: Bisher hatten die Winzer von Mitte August bis zur Ernte etwa zwei Wochen frei. Da sich aber aufgrund des Klimawandels die Erntezeit immer weiter nach vorne verschiebt und die Trockenheit zum Bewässern zwingt, entfallen zunehmend auch diese Freiräume. Für den Selbstvermarkter (baut seine Trauben selbst an und im Keller aus und vermarktet) beginnt nach der Lese der zweite wichtige Teil, die Kellerarbeit. Ein Mitglied in einer Genossenschaft beendet sein Arbeitsjahr mit der Weinernte. Die Genossenschaft übernimmt den Kellerpart und die anschließende Vermarktung.

5 Regeln für ein gutes Miteinander in den Weinbergen der Mainschleife

Wie verhalte ich mich im Weinberg beim Wandern und spazieren gehen richtig? Hinweise für ein gutes Miteinander geben spezielle Informationstafeln an den Weinbergswegen und Ausflugsparkplätzen.

1. Auto richtig parken!

 

Falsch geparkte Autos behindern die Winzer und ihre Maschinen bei der Arbeit.

2. Hunde an die Leine nehmen!

 

Mehr Sicherheit für Tier und Mensch beim Begegnungsverkehr mit Traktoren und anderen Fahrzeugen.

3. Müll im Mülleimer entsorgen!

 

Flaschen, Brotzeitreste und Hundekot gehören in den Abfall.

4. Sicherheitsabstand wahren!

 

Traktoren bei der Arbeit sind nicht zu unterschätzen. Weitblick und Abstand schützen Wanderer, Radfahrer und Winzer.

5. Absperrungen und Warnschilder beachten!

 

Zur eigenen Sicherheit auf die Anweisungen der Winzer achten.

Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserem Info-Video auf unserem YouTube-Volkacher Mainschleifen-Kanal.

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