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Volkach

(ca. 9600Einwohner)

Zahlen und Fakten

Die Altstadt

 

Volkach lockt mit seinem historischen Altstadtkern Menschen aus nah und fern. Wer Volkach erkundet, trifft auf fränkische Gastronomie, Einzelhandel in seiner klassischen Form und natürlich auf eine Vielfalt von Vinotheken und Weinbars. Einige Gehminuten entfernt liegt in den Weinbergen, die Wallfahrtskirche Maria im Weingarten. Blickfang im Innenraum ist die berühmte „Madonna im Rosenkranz“. Tilmann Riemenschneider hat die Madonna geschnitzt.

 

Daten & Fakten zum Weinbau

 

Weinbaufläche: 160 ha

Winzer: 14 selbstvermarktende Winzer / 1 Winzergenossenschaft

 

Ausflugsmöglichkeiten und Aktivitäten

Entdecken Sie die vielfältigen Ausflugsmöglichkeiten der Volkacher Mainschleife. Ob Radfahren, Schiffstour, eine Wanderung oder eine Tour mit dem Kajak oder Segway - wir haben viel mit Ihnen vor! Alle wichtigen Informationen finden Sie hier:

 

Museen

Sport & Freizeit

Mobil & Aktiv

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Auftragserteilung vor 500 Jahren

Tilman Riemenschneiders Madonna im Rosenkranz

Fotos: studio zudem Text: Gabi Bergauer

 

Wie mag das 1521 bei der Auftragserteilung für die aus Holz gefertigte Madonna im Rosenkranz in Volkach wohl gewesen sein? Bekam der gefragte Bildhauer und -schnitzer Tilman Riemenschneider Besuch von einem Briefboten und machte sich sogleich auf den beschwerlichen Weg nach Volkach? Wenn ja, schaute er mal bei der Volkacher Pfarrkirche vorbei, deren gewaltiger Turmbau gerade begonnen hatte? Stärkte er sich gegenüber im Gasthaus der Familie Schwan, die schon seit 1404 Durchreisende bewirtete? War ein Treffen an der noch jungen Wallfahrtskirche auf dem Kirchberg geplant, um sich ein genaueres Bild von den örtlichen Gegebenheiten machen zu können?

Vielleicht war es aber auch ganz anders, und Tilman Riemenschneider traf sich mit den Verantwortlichen für die Auftragsvergabe in seiner Werkstatt in Würzburg oder gar im Rathaussaal. Immerhin war er eben Bürgermeister der Stadt Würzburg geworden und hatte allerhand um die Ohren. Wie auch immer...500 Jahre später ist eines der letzten Werke Riemenschneiders, nämlich besagte Madonna im Rosenkranz auf dem Volkacher Kirchberg, alljährlich Anlaufstelle für Tausende, die aus ganz unterschiedlichen Gründen die Wallfahrtskirche Maria im Weingarten aufsuchen.

 

Meilensteine:

1521 - Auftragserteilung zur Fertigung der Madonna im Rosenkranz

1524 - Fertigstellung der Madonna im Rosenkranz

1962 - Madonnenraub

1963 - Rückkehr der Madonna in die Wallfahrtskirche Maria im Weingarten

Die Madonna im Rosenkranz ist der bedeutendste Schatz der Wallfahrtskirche Maria im Weingarten.

Zeitzeugen

Diejenigen, die gerade im rüstigen Lebensalter sind, erinnern sich eventuell noch an einen der spektakulärsten Kunstdiebstähle der deutschen Nachkriegszeit im Jahr 1962. Drei junge Männer aus dem Bamberger Raum waren damals im August in den frühen Morgenstunden durch ein Seitenfenster in die Kirche eingedrungen und hatten die Madonna im Rosenkranz sowie weitere Kunstschätze gestohlen. Aufgrund eines außergewöhnlich großen Medieninteresses, insbesondere von Henri Nannen, Herausgeber des Magazins STERN, erlangte die Madonna im Rosenkranz eine nationale, ja sogar internationale Berühmtheit, die heute noch andauert.

 

Kunstinteressierte

Viele folgen den Spuren Riemenschneiders und besuchen dabei auch die Madonna im Rosenkranz auf dem Kirchberg. Tilman Riemenschneider (1460–1531) war ein begnadeter Bildhauer und -schnitzer der deutschen Spätgotik, dessen Werke man gerade im unterfränkischen Raum in zahlreichen Kirchen, und vor allem im Museum für Franken, Staatliches Museum für Kunst- und Kulturgeschichte, auf der Festung Marienberg in Würzburg bestaunen kann. In seiner Kunstwerkstatt in Würzburg schuf er geschnitzte Flügelaltäre für Münnerstadt, Rothenburg und Creglingen. Er fertigte Steinfiguren für die Marienkapelle in Würzburg, das Bamberger Kaisergrab sowie die Grabdenkmäler der Fürstbischöfe Rudolf von Scherenberg und Lorenz von Bibra im Würzburger Dom.

Gläubige

Die Bedeutung von Wallfahrten und somit der Besuch eines Gnadenbildes, von dem eine Heilserwartung ausging, war in den früheren Jahrhunderten viel notwendiger als heute. Damals gab es keine Krankenversicherung, keine medizinische Versorgung, und für die Bewältigung der Alltagssorgen standen weder Psychologen noch Therapeuten zur Verfügung. Tod und Krankheit waren allgegenwärtig, Kriege rafften Söhne und Ernährer dahin. Das Bedürfnis, eine höhere Instanz um Hilfe anzurufen, weil kein anderes irdisches Wesen mehr helfen konnte, war viel eher gegeben, als wir uns das heute vorstellen können. Auch wenn die Heilserwartung in der Wallfahrtskirche zunächst von der Pietà, also der schmerzhaften Mutter Gottes mit ihrem toten Sohn auf dem Schoß, am linken Seitenaltar ausging ... Riemenschneiders liebreizende Madonna im Rosenkranz, mit dem Jesuskind auf dem Arm und umgeben von den Strahlen der Sonne, erlangte sehr schnell den gleichen Status. So trösten oder ermutigen beide Mariendarstellungen heute immer noch alle Menschen, die das zulassen. Und dies nicht nur bei Wallfahrten. Kerzen brennen nahezu jeden Tag für Bitten einzelner Besucher, vor allem aber als Zeichen der Dankbarkeit.

 

Interessante Links:

https://wuerzburgwiki.de/wiki/Tilman_Riemenschneider
https://de.wikipedia.org/wiki/Madonnenraub
https://museum-franken.de/sammlung/riemenschneider.html


 

Besichtigung Madonna im Rosenkranz

Öffnungszeiten

März und November: Fr–So 10–17 Uhr
April bis Oktober: täglich 10–17 Uhr
Eintritt: 2 €/Pers.

Gruppenführungen

Ganzjährig nach Vereinbarung möglich
Kosten: 38 € pro Stunde für den Gästeführer,
zzgl. Eintritt Wallfahrtskirche: 2 €/Pers.
Anmeldung: Touristinformation Volkacher Mainschleife

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