Schließen

Angebote

Veranstaltungen

Volkach

(ca. 9600Einwohner)

Zahlen und Fakten

Die Altstadt

 

Volkach lockt mit seinem historischen Altstadtkern Menschen aus nah und fern. Wer Volkach erkundet, trifft auf fränkische Gastronomie, Einzelhandel in seiner klassischen Form und natürlich auf eine Vielfalt von Vinotheken und Weinbars. Einige Gehminuten entfernt liegt in den Weinbergen, die Wallfahrtskirche Maria im Weingarten. Blickfang im Innenraum ist die berühmte „Madonna im Rosenkranz“. Tilmann Riemenschneider hat die Madonna geschnitzt.

 

Daten & Fakten zum Weinbau

 

Weinbaufläche: 160 ha

Winzer: 14 selbstvermarktende Winzer / 1 Winzergenossenschaft

 

Ausflugsmöglichkeiten und Aktivitäten

Entdecken Sie die vielfältigen Ausflugsmöglichkeiten der Volkacher Mainschleife. Ob Radfahren, Schiffstour, eine Wanderung oder eine Tour mit dem Kajak oder Segway - wir haben viel mit Ihnen vor! Alle wichtigen Informationen finden Sie hier:

 

Museen

Sport & Freizeit

Mobil & Aktiv

Schließen
Schließen
Schließen
Schließen
Schließen
Schließen
Schließen
Schließen
Schließen
Schließen

Häuser, die Geschichten erzählen

Das auf Bundes- und Europaebene prämierte Golddorf der Mainschleife Sommerach taucht erstmals offiziell in einer Schenkungsurkunde des Jahres 1075 auf. Was bedeutet, dass nahezu 1.000 Jahre Geschichte in Sommerach ihre Spuren im positiven Sinne hinterlassen haben. In der vom Weintourismus geprägten Gemeinde stehen noch heute so manche Gebäude, die eine spannende Geschichte zu erzählen hätten, wenn sie denn reden könnten. Und bei mancher Geschichte und manchem Gebäude muss man etwas genauer hinter die Kulissen blicken.

Text: Timo Lechner, Fotos: atelier zudem

Historisches Weingut Zehnthof

Direkt hinter der Dorfmauer und den Türmen des Ortes befindet sich das historische Weingut Zehnthof (1) der Familie Weickert. Es war einst ein Kloster und wurde um 1680 erbaut, ebenso wie der geschichtsträchtige Keller. Schon damals wurde der Zehnthof von den Mönchen für den Weinbau genutzt. Seit den 1960er-Jahren führen die Weickerts diese Tradition in der vierten Generation fort. Der Name „Zehnthof“ steht im Übrigen für einen Hof, in dem die sogenannten Zehntpächter lebten. Der Zehnt ist die traditionelle, etwa zehnprozentige Abgabe an eine religiöse oder weltliche Institution. Eine solche Steuer war etwa vom Mittelalter bis in die frühe Neuzeit üblich. Das, was die alten Mauern zum Glück nicht mehr so verbergen, glänzt auf eigene Weise: neuzeitliche, hochprämierte Weine der eleganten Art. Für sie hat es unter anderem den Bundesehrenpreis 2015 und 2016 oder mehrfach die Auszeichnung „Best of Gold“ gegeben.  

Info-Vinothek

Zentraler Anlaufpunkt in Sommerach ist der Brunnen in der Ortsmitte. Dahinter, bestens sichtbar und Dreh- und Angelpunkt für Touristen: die Info-Vinothek (2). Es lohnt sich, nicht nur die leckeren Weine und Gaumenfreuden zu probieren, die von den Mitarbeitern kredenzt werden. Es gilt, auch nach der Geschichte des Hauses zu fragen. Dort brüteten einst Schulkinder über ihren Vokabeln und Rechenaufgaben. Bis ins Jahr 1966 war in der heutigen Info-Vinothek die Grundschule des Dorfes untergebracht. Die gibt es in Sommerach zwar immer noch, aber in einem weitaus neueren Bau. Im Obergeschoss werden zwei ehemalige Klassenzimmer heute von den Landfrauen als Versammlungsraum und als Gemeindesaal für Veranstaltungen und Empfänge genutzt.

Benefiziatenhaus

Hinter der Kirche endet man das Benefiziatenhaus (3), heute Sitz der Bücherei und des Jugendkellers des Burschenvereins. Ein schönes Beispiel für ein altes Gebäude, das heute mit Leben in verschiedenen Facetten gefüllt ist. Der Begriff Benefiziat“ ist ein ehemaliger Amtstitel der katholischen Kirche. Und das „Benefiziatenhaus“ ist normalerweise das Wohnhaus eines älteren Pfarrers, der in Ruhestand ist und dort seinen Alterssitz hat.

Gasthaus „Zum Schwanen“

Weiter geht’s in Richtung Gasthaus „Zum Schwanen“. Das historische Gebäude wurde um 1700 von Hans Barthel Ulrich, einem Sommeracher Bürger und Ratsherr erbaut. 1832 rückte der Gasthof, wie zumindest in alten Überlieferungen gemunkelt wird, in das Zentrum der unterfränkisch-bayerischen Revolutionsbewegung um den Würzburger Oberbürgermeister Behr als Opposition zu Ludwig I. Hier sollen sich Revolutionäre getroffen und über ihre Pläne debattiert haben, wie sie sich vom Diktat des Königs befreien konnten. 1900 wurde das Gebäude ausgebaut, unter anderem mit einem geräumigen Festsaal. In den 1990er-Jahren erfolgte eine aufwendige Restaurierung. Zuvor wurde der Schwan vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege schon „zu den außergewöhnlichsten und bedeutendsten Wirtshäusern Frankens“ gezählt. 2001 folgte die Auszeichnung mit der Bayerischen Denkmalschutzmedaille. Heute wird das Haus von Familie Münch geführt. 

Altes Baderhaus

„In Summeri gids nit bloss Moust, bein Boodä gids a a Bia!“ ist ein Spruch, der Jürgen Dellerts kleine Kneipe kennzeichnet. Er weist darauf hin, dass man hier neben einem guten Tropfen Wein eben auch ein Glas Gerstensaft kredenzt bekommt. Das alte Baderhaus (5,6) wurde vermutlich 1561 erbaut und liegt gleich hinter der historischen Wehrmauer. Es ist eines der vielen Baudenkmäler im Weindorf und lebt seit 2011 als gastronomischer Betrieb wieder auf. Wie der Name schon sagt, haben hier über Jahrhunderte hinweg die Sommeracher verschiedene Leistungen vom „Arzt des kleinen Mannes“ entgegengenommen, als den man den Bader einst sah. Körperpflege, aber auch kleinere chirurgische Eingriffe wurden hier vorgenommen. Davon ist aber in der urig mit dicken Holztischen und -stühlen eingerichteten Gaststube keine Spur mehr. Flackerndes Kerzenlicht und geschmackvolle Bilder lassen innen Atmosphäre aufkommen, während das eindrucksvolle Fachwerk außen alleine schon verzaubert.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung