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Volkach

(ca. 9600Einwohner)

Zahlen und Fakten

Die Altstadt

 

Volkach lockt mit seinem historischen Altstadtkern Menschen aus nah und fern. Wer Volkach erkundet, trifft auf fränkische Gastronomie, Einzelhandel in seiner klassischen Form und natürlich auf eine Vielfalt von Vinotheken und Weinbars. Einige Gehminuten entfernt liegt in den Weinbergen, die Wallfahrtskirche Maria im Weingarten. Blickfang im Innenraum ist die berühmte „Madonna im Rosenkranz“. Tilmann Riemenschneider hat die Madonna geschnitzt.

 

Daten & Fakten zum Weinbau

 

Weinbaufläche: 160 ha

Winzer: 14 selbstvermarktende Winzer / 1 Winzergenossenschaft

 

Ausflugsmöglichkeiten und Aktivitäten

Entdecken Sie die vielfältigen Ausflugsmöglichkeiten der Volkacher Mainschleife. Ob Radfahren, Schiffstour, eine Wanderung oder eine Tour mit dem Kajak oder Segway - wir haben viel mit Ihnen vor! Alle wichtigen Informationen finden Sie hier:

 

Museen

Sport & Freizeit

Mobil & Aktiv

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Mit "Judas" ein Zeichen setzen

Die Bürgerbühne Wipfeld e. V. in großen Fußstapfen

Fotos: Martina Müller, Werner Oechsner, Ekkehard Römmelt Text: Gabi Bergauer
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Graz hat es getan. Dresden, Bochum, Stuttgart, Augsburg ebenfalls. Die Theater und Schauspielhäuser dieser Städte hatten oder haben „Judas“ von Lot Vekemans in den letzten Jahren oder aktuell im Programm. Eine Herausforderung für die Bürgerbühne Wipfeld e. V., dieses höchst anspruchsvolle Stück über den Verrat an Jesus vor mehr als 2000 Jahren, aber auch die Frage der Schuld oder gar Unschuld Judas' ebenfalls in Szene zu setzen.

Szene aus „(M)ein Stück Dorf“

Acht Judas-Darsteller und -Darstellerinnen mussten innerhalb der Mitwirkenden der Bürgerbühne Wipfeld gefunden werden, um Judas in seiner menschlichen Vielschichtigkeit zu zeigen, mal schemenhaft, mal radikal und direkt, mal jung und mal erwachsen. Keine leichte Aufgabe für Regisseur Max Sauer, der Angewandte Theaterwissenschaften studiert und in naher Zukunft seinen Master in Kulturvermittlung absolvieren wird. Dass Judas auf der Bühne von Männern und Frauen verkörpert wird, war ihm ein echtes Anliegen. „Das ging für mich Richtung experimentelles Theater; natürlich ist das Schauspiel ‚Judas’ normalerweise für lediglich einen Darsteller konzipiert, aber steckt nicht in jedem Menschen in bestimmten Situationen ein Stück Judas?“, erläutert er.

links: Szene aus „Judas“ mit Michael Gröger; rechts: Szene aus „Judas“ mit Stefan Vollmuth und Carolin Schneider

Seit fünf Jahren ist Max Sauer „neigschmeckter“, also zugezogener Wipfelder. Und so ist durchaus naheliegend, dass sich seine Leidenschaft für Kunst und Kultur unter den Einheimischen herumsprach und Interesse weckte. Nach Gründung des Vereins ist auch sein diesbezüglicher Anspruch in dem Leitbild der Bürgerbühne Wipfeld e. V. zu finden. „Ländliche Räume brauchen neue Zugänge zum Theater!“, so heißt es da. „Theater soll dabei nicht nur als unterhaltsamer Abend wahrgenommen werden, sondern selbst erfahrbar sein, selbst erprobt werden können und die Möglichkeiten von Theater entdeckt werden.“

 

„Ländliche Räume brauchen neue Zugänge zum Theater.“

 

Das erste Stück „(M)ein Stück Dorf“ zum Ortsjubiläum 2018 zeigte eben nicht den schönen Schein einer Dorfidylle, sondern setzte sich mit der gesellschaftlichen Situation in Wipfeld kritisch auseinander. 2019 brachte „Der Theatermacher“ von Thomas Bernhard Weltliteratur in eine kleine Kneipe in Wipfeld und verhandelte Sinn und Unsinn von Theater auf dem Land. 2020 sollte die Umsetzung des Bühnenstücks „Judas“ erfolgen, welches dann pandemiebedingt aber erst im August 2021 zur Aufführung kam.

Abschlussszene aus dem Stück „(M)ein Stück Dorf“