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Volkach

(ca. 9600Einwohner)

Zahlen und Fakten

Die Altstadt

 

Volkach lockt mit seinem historischen Altstadtkern Menschen aus nah und fern. Wer Volkach erkundet, trifft auf fränkische Gastronomie, Einzelhandel in seiner klassischen Form und natürlich auf eine Vielfalt von Vinotheken und Weinbars. Einige Gehminuten entfernt liegt in den Weinbergen, die Wallfahrtskirche Maria im Weingarten. Blickfang im Innenraum ist die berühmte „Madonna im Rosenkranz“. Tilmann Riemenschneider hat die Madonna geschnitzt.

 

Daten & Fakten zum Weinbau

 

Weinbaufläche: 160 ha

Winzer: 14 selbstvermarktende Winzer / 1 Winzergenossenschaft

 

Ausflugsmöglichkeiten und Aktivitäten

Entdecken Sie die vielfältigen Ausflugsmöglichkeiten der Volkacher Mainschleife. Ob Radfahren, Schiffstour, eine Wanderung oder eine Tour mit dem Kajak oder Segway - wir haben viel mit Ihnen vor! Alle wichtigen Informationen finden Sie hier:

 

Museen

Sport & Freizeit

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Mit Lust fremdgehen...

Das Volkacher Museum Barockscheune ist seit Jahren fester Teil eines besonderen Ausstellungsprojektes

Fotos: Katja Eden, studio zudem Text: Katja Eden

 

Fremdgehen zur Kunst erheben! Das passiert seit zehn Jahren in Unterfranken und erfreut sich wachsender Begeisterung und Beliebtheit. Doch wer geht fremd, mit wem und warum? Es passiert öffentlich und mit viel Engagement und Lust am Tun. Dabei ist alles, was mit dieser sehr speziellen Form des Fremdgehens zu tun hat, geprägt von großer Seriosität. Denn bei diesem in Deutschland einzigartigen Projekt handelt es sich um den Austausch von Kunstwerken – unter dem Titel „Kunst geht fremd“.

V.l.: Andrea Brandl, Udo Kaller und Margit Hofmann vor der Sonderleihgabe „Rote Springer“ in der Barockscheune

Dieses museale Netzwerk startete 2011 mit vier Museen: Mainfränkisches Museum Würzburg (heute: Museum für Franken), Museum im Kulturspeicher Würzburg, Museen und Galerien der Stadt Schweinfurt (heute u. a.: Kunsthalle) und Kulturagentur Rhön-Grabfeld. In den folgenden Jahren wuchs das Projekt kontinuierlich und inzwischen sind die beteiligten Museen über ganz Unterfranken verteilt. Auch das Museum Barockscheune in Volkach ist seit Jahren eine feste Größe bei dieser Aktion.

Das Fränkische Freilandmuseum Fladungen hat dem Museum Barockscheune dieses Jahr ein besonderes Kartenspiel ausgeliehen.

Die Idee

Getauscht werden besondere Kunstobjekte zwischen verschiedenen Häusern, zwischen großen und kleinen Museen, zwischen professionell und ehrenamtlich arbeitenden Häusern, zwischen Kultureinrichtungen in der Stadt und auf dem Land. Alle Häuser haben unterschiedliche Konzepte und Schwerpunkte, stellen in historischen oder modernen Gebäuden aus, sind regionaltraditionell oder zeitgenössisch-modern ausgerichtet. Es ist gerade dieser Kontrastreichtum, der „Kunst geht fremd“ so reizvoll macht. Denn die „Fremdgänger“ sollen sich nicht unauffällig und nahtlos in den neuen Museumskontext einfügen, sondern auffallen, irritieren, provozieren. Der Tausch verläuft dabei nicht starr bilateral, sondern er spinnt seine Fäden quer durch den Bezirk Unterfranken. Das gewährt nicht nur einen ganz neuen Blick auf Ausstellung und Kunst, sondern kreiert auch ein heterogenes, lebendiges Netzwerk, von dem Besucher und Kulturschaffende vor Ort profitieren.

Die Aktion verantworten in Vertretung für alle teilnehmenden Museen Andrea Brandl, M.A., und ihre Mitarbeiter von der Kunsthalle Schweinfurt. Das Projekt hat sich einen derart guten Ruf erarbeitet, dass die vielen Fans den jährlich neuen Tauschausstellungen regelrecht entgegenfiebern und sich bewusst auf den Weg machen, um gleich mehreren Museen und den unterschiedlichen „Fremdgängern“ einen Besuch abzustatten.

Pfiffige Mottos für die Fremdgänger

Seit 2015 gibt ein pfiffiges Motto den Themenrahmen vor, in dem sich die „Fremdgänger“ bewegen, immer mit weit gesteckten Interpretationsgrenzen und immer auch abhängig von den Möglichkeiten des Leihgebers. So gingen die Fremdgänger 2015 beispielsweise unter die Haut, 2018 sahen sie rot und 2020 bekannten sie Farbe. Seit Jahren mit von der Partie ist das Museum Barockscheune in Volkach unter der Leitung von Margit Hofmann, die sich mit viel Engagement und Wissen diesem anspruchsvollen Ehrenamt widmet und es immer wieder schafft, spannende und abwechslungsreiche Sonderausstellungen in das Haus zu holen.

„2018 landete im Rahmen der Tauschreihe ein Gemälde aus der Schweinfurter Kunsthalle in unserer Barockscheune, und weil uns der ‚Rote Springer‘ des Nürnberger Malers Udo Kaller auf Anhieb begeisterte, hängt er seither als Sonderleihgabe im Foyer des Museums“, freut sich die Volkacher Museumschefin. Wie weit die thematischen Grenzen gesteckt sind, beweist das Exponat „Wetterstern von der Spitze der Volkacher Pfarrkirche“: Als Original ist er in der Barockscheune ausgestellt, 2019 zog er seine Bahnen im Kitzinger Fastnachtsmuseum als Botschafter für „Kunst geht fremd ... und zeigt Kante“. „Kunst bekennt Farbe“ bescherte 2020 der Barockscheune den farbenfrohen Siebdruck des Bochumer Malers Kuno Gonschior, der als urban-abstraktes Werk im historischen Muschelkalkgemäuer einen leuchtenden thematischen und geografischen Kontrast setzte.

2021 ist die Kunst „verspielt“: Die Ausstellung findet zwischen dem 27. Juli und 7. November statt und alle Museumsmacher – in diesem Jahr sind 18 Museen vertreten – freuen sich, dass sich Kunst nach Pandemie, Krisen und Lockdowns einfach „verspielt“ zeigen darf. Die Besucher können Kunst in anderen, fremden Zusammenhängen sehen, neue Museen entdecken und dabei ganz Unterfranken in voller Farbenpracht erfahren. „Partner der Barockscheune sind heuer die Kunsthalle Schweinfurt, wo wir neckische Accessoires unserer Ochsenfurter Festtagstracht ausstellen, und das Fränkische Freilandmuseum Fladungen, das uns ein ganz besonderes Kartenspiel ausleiht“, macht Margit Hofmann Appetit auf ganz besondere „Fremdgänger“.

Die „Fremdgänger“ des Museums Barockscheune, Accessoires der Ochsenfurter Festtagstracht, sind heuer in der Kunsthalle Schweinfurt ausgestellt.

Kunst geht fremd

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