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Veranstaltungen

Volkach

(ca. 9600Einwohner)

Zahlen und Fakten

Die Altstadt

 

Volkach lockt mit seinem historischen Altstadtkern Menschen aus nah und fern. Wer Volkach erkundet, trifft auf fränkische Gastronomie, Einzelhandel in seiner klassischen Form und natürlich auf eine Vielfalt von Vinotheken und Weinbars. Einige Gehminuten entfernt liegt in den Weinbergen, die Wallfahrtskirche Maria im Weingarten. Blickfang im Innenraum ist die berühmte „Madonna im Rosenkranz“. Tilmann Riemenschneider hat die Madonna geschnitzt.

 

Daten & Fakten zum Weinbau

 

Weinbaufläche: 160 ha

Winzer: 14 selbstvermarktende Winzer / 1 Winzergenossenschaft

 

Ausflugsmöglichkeiten und Aktivitäten

Entdecken Sie die vielfältigen Ausflugsmöglichkeiten der Volkacher Mainschleife. Ob Radfahren, Schiffstour, eine Wanderung oder eine Tour mit dem Kajak oder Segway - wir haben viel mit Ihnen vor! Alle wichtigen Informationen finden Sie hier:

 

Museen

Sport & Freizeit

Mobil & Aktiv

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Die Freizeitmacher

Fotos: atelier zudem Text: Jörg Beckmann

Mit Madda den Wein erleben

Weinbergsführungen, Vinotheken-Besuche oder Rundfahrten um die Mainschleife – wer sich für Wein aus Franken interessiert, ist bei Martha Gehring bestens aufgehoben. Die Winzerin und Weindozentin aus Fahr lebt für ihren Beruf ebenso wie für ihre fränkische Heimat – und das zeigt sie Gästen mit viel Charme und Herzlichkeit.

 

Sie möchte, dass man „Madda“ sagt. Nicht „Martha“, denn „in Franken gibt’s kein haddes D.“ Während sie das sagt, strahlt sie über das ganze Gesicht. Für alle Nicht-Franken: Gemeint ist der Buchstabe T. Auch der Autor dieser Zeilen musste sich nach dem Umzug ins schöne Mainfranken erst daran gewöhnen. Madda liebt ihren Beruf und die Gäste, die jedes Jahr zahlreicher ins Fränkische Weinland kommen. 2020 waren es vor allem Deutsche; sie haben das Wegbleiben der ausländischen Touristen zwar nicht vollständig, aber doch ein gutes Stück kompensiert. „Ich habe noch nie so viele Babys im Weinberg gesehen“, verweist die Winzerin auf den Umstand, dass besonders viele junge Familien ihre Führungen besucht haben. Die Region hat also auch für das jüngere Publikum einiges zu bieten.

Der Klassiker ist die Weinbergsführung durch die Volkacher Lagen, die nach wie vor am häufigsten gefragt ist. Dass für den Genussmenschen Madda ein guter Tropfen ihres Weines und fränkisches Fingerfood dazugehören, versteht sich von selbst. Sie erklärt anschaulich die unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten und deren Auswirkungen auf die Reben oder auch die Herstellung des für die Region typischen Rotlings. Dass es dabei im Laufe der vielen Jahre auch zu kuriosen Begebenheiten kommt, ist da beinahe selbstverständlich. Ein Erlebnis mit asiatischen Gästen ist ihr besonders in Erinnerung geblieben: „Am Weinberg angekommen, sprangen sie aus dem Bus und liefen in alle Richtungen davon. Während ich noch darüber nachdachte, ob ich etwas Unpassendes gesagt hatte, erklärte mir der Reiseführer, dass dieses Verhalten völlig normal sei. Sie kannten die freie Natur nur von Erzählungen und waren so überwältigt von deren Weitläufigkeit – ganz ohne das Menschengewimmel und den Lärm der Großstädte.“

 

Raus in die Natur geht es auch bei der „Wein-Genuss-Tour“ und dem „Vogelsburg-Rundgang“ sowie bei den Führungen „Architektur & Wein“. Bekannte und weniger bekannte Winzer der Region mit teils historischen, teils modernen Weingütern, aber auch Winzergenossenschaften und Vinotheken stehen auf dem Programm und geben einen wunderbaren Einblick in die Geschichte des fränkischen Weinbaus. Kulinarisches steht dann wieder bei den Seminaren „Brot & Wein“ oder „Schokolade & Wein“ im Mittelpunkt. Dabei erklärt die Weindozentin ihren Gästen kurzweilig und unterhaltsam, welche Verbindungen die jeweiligen Lebensmittel mit unterschiedlichen Weinen und deren geschmacklicher Vielfalt eingehen können. Und wer es etwas kräftiger mag, für den hält Madda ihre hauseigenen und mehrfach ausgezeichneten Edelbrände und Liköre zur Degustation bereit.

 

 

Weinbau & Edelobstdestille

Gehring

Kontakt:

Traubengasse 7, 97332 Fahr am Main
Tel. 09381 3510
info@weinbau-gehring.de
www.weinbau-gehring.de

Öffnungszeiten und Führungen: 

auf Anfrage (telefonisch oder Kontaktformular)

Mit dem Schoppenexpress die Weininsel erkunden

Wer zur Mainschleife kommt, ist in aller Regel auch Weintrinker. Schließlich zeichnet sich die Region durch zahlreiche Weingüter und viele Spitzenweine aus. Eine äußerst kurzweilige Möglichkeit, den Weinanbau rund um Nordheim auf der Weininsel zu erleben, bietet der Schoppenexpress des Weinguts Borst.

 

Ernst Borst baut noch ein paar Gläser auf, unterdessen begrüßt er bereits seine Gäste. Während der Senior einen Rotling eingießt, erzählt er ein paar Anekdoten aus seinem Winzerleben. Ein Trinkspruch sorgt dafür, dass sich das erste Glas schnell leert. Das Weingut hat er vor einigen Jahren an Sohn Thomas übergeben; so hat er selbst mehr Zeit für die Besucher: als Gästeführer und als Fahrer mit dem Schoppenexpress. Das ist ein von einem Traktor gezogener Planwagen, mit dem es kurz darauf in die Weinberge rund um Nordheim geht.

Die kleine Gemeinde Nordheim liegt auf der „Weininsel“ und hat die größte zusammenhängende Rebfläche Frankens zu bieten. Von deren Anhöhen hat man einen fantastischen Blick über die gesamte Mainschleife. Am Horizont ist bei gutem Wetter sogar der Kreuzberg in der Rhön erkennbar. Das nahegelegene Volkach erblickt man gen Osten und in südöstlicher Richtung erstreckt sich der Steigerwald, dessen westlichste Erhebung der markante Schwanberg ist.

 

Inzwischen hat der Schoppenexpress einen weiteren Halt erreicht und Ernst Borst verteilt ein paar Weinblätter, die er zuvor von verschiedenen Rebstöcken gepflückt hat. Die Weingläser füllen sich wieder – diesmal kommt ein Müller-Thurgau ins Glas – und der Gästeführer erzählt, dass sein Großvater der erste Winzer war, der diese Rebe auf der Weininsel angepflanzt hat. Danach hat die Rebsorte ihren Siegeszug an der Mainschleife gestartet. Natürlich erfahren die Gäste auch, woher die Lage „Escherndorfer Lump“ ihren Namen hat. Wir verraten es an dieser Stelle jedoch nicht, nur so viel: Es hat nichts mit dem Synonym für Halunke zu tun. Dann kommen die zuvor verteilten Weinblätter an die Reihe und der Winzer erklärt die Unterschiede: Das fünflappige, grob gezahnte Blatt ist typisch für den Müller-Thurgau, das dreilappige, feiner gezahnte hingegen gehört zum Silvaner, das Burgunderblatt ist herzförmig.

Beim nächsten Halt schenkt Ernst Borst einen Bacchus ein. Die Weingenießer stimmen ein fränkisches Lied an – die Besucher sind offensichtlich nicht zum ersten Mal hier. Doch wer glaubt, es werde beim Schoppenexpress nur getrunken, der irrt. Ernst Borst gibt Einblick in die Arbeit im Weinberg vom Rebschnitt bis zur Weinlese. Außerdem erzählt er Geschichten über die verschiedenen Bildstöcke, auch Marterle genannt, die wir auf der Weintour bestaunen.

 

Der nächste Halt – auf der Tour gibt es insgesamt fünf – schenkt er eine Rieslaner Spätlese aus dem fränkischen Bocksbeutel ins Glas. Ein letztes Mal hält der Schoppenexpress in den Weinbergen an der Nordheimer Kapelle. Sie liegt Ernst Borst besonders am Herzen. 1894 erbaut, wird sie seither von der Familie gepflegt. Im angrenzenden Weinberg steht Silvaner, und der kommt nun ins Glas. Weinphilosoph Borst erklärt, dass der Wein in seinem eigenen Holzfass ausgebaut wird. Ein Teil der Verkaufserlöse fließt in den Erhalt der Kapelle, um das Schmuckstück in den Weinbergen zu erhalten.

 

Nach zweieinhalb Stunden Information und Weingenuss stehen alle zufrieden wieder am Ausgangspunkt im Weingut Borst. Einhellige Meinung: Die meisten haben viel Neues erfahren, guten Wein getrunken und wollen deshalb wiederkommen.

 

 

Weinbau & Gästehof 

Borst

Kontakt:

Am Rain 16, 97334 Nordheim
Tel. 09381 2949
info@weingut-borst.de
www.weingut-borst.de

 

Wein für alle Sinne

Beim Besuch eines Weinguts ist die Weinprobe in aller Regel ein fester Bestandteil, so auch im Weingut Römmert. Vorher haben die Besucher jedoch die Gelegenheit, beim Rundgang durch eine neu geschaffene Erlebniswelt, das Wein-Sensorikum, ihre Sinne zu schärfen.

 

Das Weingut Römmert besteht schon seit rund 100 Jahren, was beim Betreten der modernen Vinothek nicht zwangsläufig ins Auge fällt. Und tatsächlich haben die Eigentümer große Teile des ursprünglichen Guts neu aufgebaut. So haben sie eine völlig neue Welt geschaffen: Römmerts Weinwelt. Sie empfängt die Gäste im großzügigen Verkaufsraum, in dem der Wein ganz unterschiedlich präsentiert wird. Herzstück ist das Wein-Sensorikum – hier erleben Interessierte den Wein mit allen Sinnen.

Die lohnenswerte Führung startet in der Vinothek, wo Niklas Roth die Gäste empfängt. Er kümmert sich im Weingut um den Vertrieb und das Marketing, doch man merkt, dass ihm Wein auch sonst am Herzen liegt. Er erklärt anschaulich die für Franken typischen Böden – Muschelkalk, Buntsandstein, Gipskeuper – und deren Auswirkung auf die Reben, aber auch auf die Bauweise in den (Wein-)Ortschaften: „Wenn Sie in Franken rote Kirchen und Rathäuser sehen, sind sie aus Buntsandstein. Auf diesem Boden bauen die hiesigen Winzer wieder verstärkt Rotwein an. Muschelkalk und Keuper verleihen den Weinen einen mineralischen Charakter, wobei gerade der Keuper sehr komplexe Weine hervorbringt.“

 

An einer großen Glasfront fällt der Blick in die hochmoderne Kelterhalle. „Unsere Edelstahltanks sind doppelwandig. So können wir die Temperatur steuern und damit den Gärprozess beeinflussen. Je kühler, desto langsamer geht die Gärung vonstatten und umso aromatischer ist der Wein“, erläutert Roth. Einen Raum weiter stehen große Eichenfässer, in denen die Weine der Toplagen ausgebaut werden. „Einige lagern wir auch in Barrique-Fässern, wodurch diese Weine die für diese Art des Ausbaus typischen Vanille- und Holzaromen erhalten“, so Roth.

Ein spannendes Projekt war der Ausbau eines 2019er Müller-Thurgau in zwei riesigen, eiförmigen Betonfässern. Kellermeister Christoph Ruck hat die Gefäße über mehrere Monate mit unterschiedlicher Musik beschallt – ein Fass mit Klassik, eines mit Rockmusik. „Das Ergebnis hat uns echt überrascht: Der Wein, den wir mit Rockmusik beschallt haben, hat jetzt deutlich weniger Restzucker als der Wein im anderen Fass“, erklärt Roth dem staunenden Publikum.

 

Nach dem informativen Rundgang steht die Gruppe schließlich in einem lichtdurchfluteten Raum. Hier können die Gäste nun das zuvor Gelernte am flüssigen Objekt anwenden: Aromen erschnüffeln, Geschmacksnuancen herausfinden und dabei feststellen, dass Weine derselben Rebsorte gänzlich verschieden sein können. Auch hier erklärt Niklas Roth viel Wissenswertes. Am Ende hat jeder mindestens fünf verschiedene Weine verkostet – und kann natürlich danach den Lieblingswein gleich käuflich erwerben.

 

Praktisch: Direkt gegenüber von Weingut und Vinothek befindet sich das Sonnenhotel Römmerts Weinwelt – für alle, die nach der Weinprobe zum Übernachten nicht mehr weit laufen möchten.

 

 

Weingut Römmert

Kontakt:

Erlachhof 1, 97332 Volkach
Tel. 09381 7183200 
info@weingut-roemmert.de
www.weingut-roemmert.de

Öffnungszeiten und Führungen: 

Mo – Fr 10 – 18 Uhr, Sa – So 10 – 16 Uhr

Führung WeinSensorikum inkl. Weinprobe: 
Mo – Fr 14 und 16 Uhr, Sa – So 11 und 14 Uhr 
(um Voranmeldung wird gebeten)

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