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Volkach

(ca. 9600Einwohner)

Zahlen und Fakten

Die Altstadt

 

Volkach lockt mit seinem historischen Altstadtkern Menschen aus nah und fern. Wer Volkach erkundet, trifft auf fränkische Gastronomie, Einzelhandel in seiner klassischen Form und natürlich auf eine Vielfalt von Vinotheken und Weinbars. Einige Gehminuten entfernt liegt in den Weinbergen, die Wallfahrtskirche Maria im Weingarten. Blickfang im Innenraum ist die berühmte „Madonna im Rosenkranz“. Tilmann Riemenschneider hat die Madonna geschnitzt.

 

Daten & Fakten zum Weinbau

 

Weinbaufläche: 160 ha

Winzer: 14 selbstvermarktende Winzer / 1 Winzergenossenschaft

 

Ausflugsmöglichkeiten und Aktivitäten

Entdecken Sie die vielfältigen Ausflugsmöglichkeiten der Volkacher Mainschleife. Ob Radfahren, Schiffstour, eine Wanderung oder eine Tour mit dem Kajak oder Segway - wir haben viel mit Ihnen vor! Alle wichtigen Informationen finden Sie hier:

 

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Sport & Freizeit

Mobil & Aktiv

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Die Hochburg der Rebveredler

Was wären die heimischen Winzer ohne die fränkischen Rebveredler? Wenn der plötzliche Frost im Frühjahr die jungen Rebstöcke vernichtet oder die Rebsorten aufgrund geänderter Nachfrage umgestellt werden, dann sind die regionalen Rebschulen zur Stelle. Mit sechs Jahrzehnten Wissen und Praxiserfahrung in der Rebenpanzgutproduktion sind sie starke Partner der fränkischen Weinwirtschaft. Elf fränkische Rebveredler haben sich 1988 in der „Erzeugergemeinschaft der Fränkischen Rebenpanzguterzeuger“ zusammengeschlossen. Allein sieben Rebschulen sind auf der Weininsel in Nordheim zuhause. Alle sieben sind Winzerbetriebe, die sich mit der Rebveredlung ein zweites Standbein geschaffen haben.

Rebveredler in 3. Generation

In Sachen Rebveredlung ist der Nordheimer Manfred Zang ein alter Hase. Er hat seinen Betrieb vor Kurzem in die Hände seines Sohnes Thomas und dessen Frau Petra gelegt. Das Zangsche Unternehmen ist damit ein Familienbetrieb in der dritten Generation. In der Nachkriegszeit heirateten seine Eltern. Damals bekam jeder einen Weinberg in der Größe von 20 Ar als Startkapital. Da dies zum Leben nicht reichte, stellte sich die Frage: Entweder einer geht auf die Arbeit oder man sucht sich noch eine andere Einkommensquelle. 

Da Zangs Eltern in einem kleinen Winzerbetrieb aufwuchsen und dort mitarbeiten mussten, probierten sie es mit der Rebveredlung. Nach dem Reblausgesetz von 1904 und zusätzlichen Verordnungen von 1933 durften keine sogenannten Einlegerweinberge mehr gepanzt werden. Man erwarb sich Grundkenntnisse in der Rebveredlung. „Damals wurde noch mit kleinen, rasiermesserscharfen Okuliermessern veredelt“, erinnert sich Manfred Zang. Da es zu dieser Zeit in Nordheim niemanden gab, der diese Technik beherrschte, holte sein Vater drei Handveredler aus Großlangheim. In den ersten Jahren wurde das Wohnzimmer ausgeräumt und an einem alten Tisch veredelt. 


Als Anfang der 1960er-Jahre die Flurbereinigung der „Wengert“ (Weinberge) begann und mehr Reben gebraucht wurden, kauften die Zangs eine besondere Fräse. „Diese konnten sechs bis sieben Stecker (Handveredler) mit vorgefrästen Augen und Unterlagen versorgen“, so Zang. 

Da in den Folgejahren die Nachfrage an Pfropfreben immer größer wurde, stieg auch die Zahl der Rebveredler in Nordheim. Freunde, Verwandte und viele der nachfolgenden Rebveredler nutzten die Erfahrung der Zangs. In der Blüte der Rebveredlung gab es in Nordheim 45 Betriebe. Da es in den vergangenen zwei Jahrzehnten keine nennenswerten Flurbereinigungen mehr gab, sank die Zahl der örtlichen Rebveredler auf sechs Betriebe. 1991 übernahmen Manfred Zang und seine Frau Songard den elterlichen Betrieb. 25 Jahre später gaben sie ihn an Sohn Thomas Zang und seine Familie weiter.


Im Rebschulruhestand beendet sich Manfred Zang aber noch lange nicht. Täglich ist er im Betrieb, in den Weinbergen oder auf den Rebveredlungsächen zu finden. Dabei hat er oft ganz besonders liebe Begleiter, die ihn tatkräftig unterstützen: Jonas und Julia. Die beiden Enkel fahren liebend gerne mit Opa Manfred und seinem Traktor hinaus. 

Ein Jahr in der Rebveredlung

Zu Beginn der neuen Saison werden die Unterlagsreben und Edelreisruten auf Veredlungslänge geschnitten. Beim Veredeln, werden Edelreis und Unterlage mit dem Omegaschnitt zusammengefügt.

Anschließend werden die Veredelungen in Para getaucht und in Vortreibkisten eingepackt. Im Gewächshaus werden sie abgehärtet. Sobald kein Nachtfrostrisiko mehr besteht, werden die vorgetriebenen Reben wieder ausgepackt und das Einschulen beginnt. Jede Rebe wird von Hand in die gelochte Folie gesteckt. Nach dem Sommer in der Rebschule, findet im Herbst das Ausschulen statt. Die Reben werden sortiert, geprüft und anschließend gebündelt.

Die Geschichte der Fränkischen Rebveredler

1956 schlossen sie sich im Verein „Fränkische Rebveredler“ zusammen. 1969 war der Regionalverband Gründungsmitglied für den Bundesverband der deutschen Rebenpanzguterzeuger mit seinen neun Regionalverbänden. 1972 wurde der Verein in „Verband der Fränkischen Rebenpanzguterzeuger“ umbenannt. Seit 1988 ist er staatlich anerkannt als „Erzeugergemeinschaft der Fränkischen Rebenpanzguterzeuger w.V.“.

Die elf fränkischen Rebveredler

Pfropfrebengenossenschaft Sommerach,
Winzerstraße 20,
97334 Sommerach

 

Rebveredlung Richard Bäuerlein,
Weinbergstraße 30,
97334 Nordheim 

 

Rebveredlung Siegfried Friedrich,
Am Berg 8,
97877 Wertheim/Dertingen

 

Rebveredlung Roman Gürsching,
Fischergasse 1,
97334 Nordheim 

Rebveredlung Werner Kraiß,
Zwinger 2 A,
97334 Nordheim 

 

Rebveredlung Thomas Reichert,
Weinbergstraße 33,
97334 Nordheim 

 

Rebveredlung Klaus Roßdeutscher,
Langgasse 19,
97334 Nordheim 

 

Rebschule Hartmut Schmidt,
Marktbreiter Straße 30,
97342 Obernbreit

Rebschule Petra Steinmann-Gronau,
Sandtal 1,
97286 Sommerhausen

 

Rebveredlung Klaus Ströhlein,
Langgasse 27,
97334 Nordheim 

 

Rebveredlung Thomas Zang,
Kaltenhofstraße 5,
97334 Nordheim

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