Volkach... Knotenpunkt Ihrer Aktivitäten

Für einen Aufenthalt im Fränkischen Weinland eignet sich wohl kaum eine Region besser als die Volkacher Mainschleife. Selbst touristische Metropolen wie Bamberg und Würzburg mit ihrem Weltkulturerbestatus, das mittelalterliche Rothenburg o.d.T., das imposante Nürnberg sind von hier aus locker-leicht in einem Tagesausflug erreichbar.

Blickrichtung Osten: Obervolkach und Krautheim

Obervolkach

Bei so viel Kultur und Ausflügen zum Thema Wein muss man aufpassen, keine Schlagseite zu bekommen. Im Osten Volkachs steuern wir hier gegen und besuchen zwischen Obervolkach und Zeilitzheim die Teiche des Fischzuchtbetriebes Gerstner, der hinsichtlich seiner Artenvielfalt bayernweit zu den Führenden gehört (Tel. 09381-1090). Gäste sind an den Teichen gerne willkommen, ebenso natürlich im eigentlichen Betrieb. Sollten Sie hier einen Zander oder einen Karpfen in einem der Becken entdecken, können Sie sich nicht sicher sein, ob Sie ihn ein paar Tage später nicht zufällig auf Ihrem Teller wiederfinden. Die örtlichen Gastwirte schätzen die Auswahl an Fischen, die durchaus lebendig dann in den eigenen Bassins der Gasthöfe für kurze Zeit ihr neues Zuhause finden.

Krautheim

Nur wenige Kilometer weiter stößt man in Krautheim auf die einzig noch erhaltene private Bierbrauerei Friedrich Düll (Tel. 09381-507). Auch hier ist eine Führung durch das Brauhaus, verknüpft mit interessanten Informationen zum Thema Bier, durchaus empfehlenswert!

Blickrichtung Norden: Maria im Weingarten, Gaibach, Sankt Ludwig, Wipfeld und Ober- und Untereisenheim

Maria im Weingarten

Eines der Hauptausflugsziele an der Mainschleife ist die Kirche Maria im Weingarten vor den Toren Volkachs. Auf dem Kirchberg gelegen ist sie seit vielen Jahrhunderten das Ziel von Wallfahrern. Berühmtestes Werk darin ist die Madonna im Rosenkranz von Tilman Riemenschneider, die 1962 durch einen spektakulären Kunstraub überregional bekannt wurde. Ursprüngliches Gnadenbild der Wallfahrtskirche ist jedoch das Vesperbild (Pieta) am linken Seitenaltar. Gleichermaßen herausfordernd wie inspirierend ein modernes Altarbild mit einer Auferstehungsszene, gemalt von einem zeitgenössischen Theologen.

Gaibach

Nicht weit von Volkach entfernt, liegt oberhalb des Maintales der kleine Ortsteil Gaibach. Ganz viel Geschichte ist dort zu finden. Besuchen Sie die Pfarrkirche. Zur Allerheiligsten Dreifaltigkeit, die ab 1740 von Balthasar Neumann, dem berühmten Würzburger Baumeister, geplant wurde. Auf dem Altarbild eine Ansammlung wichtiger Persönlichkeiten aus der Schönborn-Dynastie, die sowohl Bauherren der Würzburger Residenz als auch Auftraggeber für diesen Kirchenbau waren. Außerdem sehr sehenswert, versteckt hinter einem Wäldchen und auf einer kleinen Anhöhe hinter dem Schönborn'schen Schloss gelegen die Konstitutionssäule, 1828 im klassizistischen Stil zum Gedenken an eine neue bayerische Verfassung für das Königreich Bayern erbaut.

Sankt Ludwig

Über das Maintal dem Fluss aufwärts folgend, findet man nach Stammheim das Kloster St. Ludwig. Außerordentlich schön die Innenausstattung der Klosterkirche. Byzantinische Elemente im Beuroner Stil beeindrucken hier. Für eine Führung durch die Kirche einfach an der Pforte fragen, oder vorher dort anrufen (Tel. 09385-80).

Wipfeld

Gleich neben dem Kloster St. Ludwig führt eine Fähre über den Main. Das Winzerörtchen Wipfeld hat eine geballte Ladung wichtiger Persönlichkeiten zu bieten, allen voran Conrad Celtis (1459-1508), Freund Albrecht Dürers, dem noch bekannteren Nürnberger Maler und Kupferstecher. Wipfeld hat eigens einen Celtis-Rundweg installiert, auf dem Sie an 22 Stationen Wissenswertes über den Ort erfahren. Absolut sehenswert ist außerdem das Literaturhaus im Ortszentrum, zu besuchen an den Sonntagnachmittagen oder nach Voranmeldung (Tel. 09384- 97300). Mit sehr viel Liebe zur Bausubstanz wurde es äußerst geschmackvoll restauriert und hält in seinen Räumen viel Material über die vier Literaten des Ortes - den Humanisten Conrad Celtis, den Revolutionär Eulogius Schneider, den Theologen Engelbert Klüpfel und den Aufklärer Nikolaus Müller bereit.

Ober- und Untereisenheim

Obereisenheim, das als „Geburtsort" der Silvanerrebe in Franken gilt, zählt mit Untereisenheim zu den vielen kleinen Perlen entlang der Mainschleife. 1659 wurden laut Urkunde aus Obereisenheim 25 Österreicher Fechser, wie der Silvaner damals hieß, zu den Grafen von Castell gebracht. Der Bildstockweg ist hier ein beliebtes Ausflugsziel. Bildstöcke gehören unbedingt zur Mainschleife, wie natürlich auch in die vorwiegend katholischen Gegenden Bayerns. Eine tiefe Volksfrömmigkeit wird dem Betrachter dabei zuteil. Menschliche Schicksale, freudige wie leidvolle Ereignisse, wiedergefunden in biblischen Szenen, fanden ihren Ausdruck in diesen gezeigten Stationen.

Blickrichtung Süden: Weininsel und Münsterschwarzach

Weininsel

Eingerahmt von Wasser (Altmain und Wasserschifffahrtskanal) kann man einen Ausflugstag alleine schon auf der Weininsel einplanen. Beinahe versteckt und nur durch eine Turmspitze zu entdecken ist Schloss Hallburg mit seiner Gartenterrasse begehrtes Ausflugsziel. Die Winzergemeinden Sommerach und Nordheim mit ihren zahlreichen Gastronomieund Weinbaubetrieben sowie den beiden örtlichen Winzergenossenschaften bieten zu allen Jahreszeiten mit vielen Rahmenprogrammen ein regelrechtes Weinerlebnis.

Benediktinerabtei Münsterschwarzach

Das Heimatkloster des bekannten Autoren, Pater Anselm Grün lädt Gäste und Einheimische gerne zu seinen Gottesdiensten ein. Eine ganz besondere Atmosphäre entwickelt sich zu Beginn der Messen durch Einzug der Mönche in den Chorraum. Weltoffen, lebensnah, unaufdringlich und behutsam nehmen die Patres Sie während ihres Gottesdienstes mit in ihre spirituelle Welt (Tel. 09324-200).

Blickrichtung Westen: Astheim, Vogelsburg, Escherndorf und Köhler

Astheim

Gleich nach der Brücke stößt man auf den Ortsteil Astheim mit seinem weithin sichtbaren Kartäuserkloster Marienbrück. Darin befindet sich seit etwas mehr als zehn Jahren das Museum Kartause Astheim. Die Wichtigkeit der Bildsprache für das Bibelverständnis der Menschen damals wie heute wird einem darin zuteil. Sehr empfehlenswert ist eine Führung für Individualreisende, zu der man sich unangemeldet an der Kasse des Museums einfindet (Mai bis Oktober, jeden Freitag um 14.30 Uhr). Ganzjährig können Gruppenführungen über die Diözese Würzburg (Tel. 0931-38665600) oder die Touristinfo Volkach (Tel. 09381-40112) gebucht werden.

Vogelsburg

Beinahe erhaben thront sie über der eigentlichen Mainschleife und wird von diesem Fluss gleichermaßen unaufdringlich wie fordernd umschmiegt. Eine Gastwirtschaft (Tel. 09381-3020) mit großer Gartenterrasse verschafft den Gästen an schönen Tagen einen grandiosen Ausblick bis in den nahen Steigerwald. Sollten Sie einigermaßen gut zu Fuß sein, führt ein Naturstein-Treppenweg links der Terrasse hinunter auf einen Weinbergsweg. Von dort aus (ca. 50 m unterhalb der Terrasse) haben Sie einen direkten Einblick in die Steillage des Escherndorfer Lump mit Blick auf die Orte Escherndorf und, weiter dem Mainlauf folgend, Köhler (kleinste Eingemeindung Volkachs).

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